Fußball-Landesklasse 24.Spieltag:
1.FC Greiz - SG VfR Bad Lobenstein 1:4 (0:1)

170502

– Tempelwälder hadern mit Chancenverwertung / Lobenstein effizient im Abschluss -

(Stefan Sagan/1.FC Greiz)

Nach der Derby-Niederlage gegen die SG Motor Zeulenroda vor zwei Wochen und einem starken Auswärtssieg in Arnstadt noch vor Wochenfrist empfing die Donath-Elf am vergangenen Wochenende den unmittelbaren Tabellennachbarn von Platz 9, die SG VfR Bad Lobenstein.

Die Mannschaft von Trainer Heiko Becker hingegen konnte aus den beiden voran gegangenen Partien gegen Weida und Saalfeld lediglich einen Punkt im Koseltal behalten.
Pünktlich um 15.00 Uhr gab Referee Felix Kettner die Partie frei und vom Punkt weg waren die Gastgeber aggressiv im Spiel. Durch gutes Pressing hatte Michel Lott gleich in der ersten und zweiten Spielminute die Chance, die Führung her zu stellen. Lobenstein verschlief förmlich die ersten 15 Minuten und wurde konsequent im Spielaufbau gestört, sodass Lott zwei Fehlpässe erlaufen konnte, jedoch unmittelbar vor dem Gäste-Gehäuse an Torhüter Richie Steinbach scheiterte. Die nächste Chance eröffnete sich David Himmer, sein 30 Meter Freistoß aus zentraler Position ging jedoch über das Tor. Langsam aber sich rehabilitierten sich die Gäste aus der Kurstadt und erarbeiteten sich durch lang geschlagene Bälle Feldvorteile, mit denen die Greizer Abwehr haderte. In der 18. Minute war es dann David Linke, der einen weiten Ball im Zentrum vor dem Greizer Strafraum sichern konnte, nach rechts für Markus Baer auflegte und dieser aus spitzem Winkel ins lange Eck einschoss. Gleich eine Minute erhielt Sebastian Mai einen Ball in den Rücken der Greizer Abwehr, jedoch eilte Oliver Dix aus seinem Tor und blieb im Duell Sieger. Lobenstein erhöhte nun zusehends den Druck und hätte die Führung in der 25. Minute ausbauen können, wäre David Linkes Schuss aus spitzem Winkel halb rechts eingeschlagen, jedoch konnte Oliver Dix mit Parade am kurzen Pfosten zum Eckball klären. Nach zehn Minuten Auszeit meldeten sich dann auch wieder die Tempelwälder mit einer Ballstafette über Denny Milde und Jan Watzek durch das Zentrum zurück, der finale Pass kam halb links zu Ramon Czerwenka, sein Schlenzer auf das lange Eck wurde jedoch Futter für den aufmerksamen Lobensteiner Schlussmann Richie Steinbach. Kurz darauf konnte sich Franz Scherf gut über den rechten Flügel durchsetzen, passte flach von der Grundlinie in den Strafraum und Michel Lott verpasste diesen Ball nur um eine Fußlänge, um ihn ins Lobensteiner Tor zu schieben.
Nach dem Pausentee zeigten die Gastgeber dann ein kompakteres Spiel mit mehr Zug zum Tor, was sich prompt auszahlen sollte. Philipp Gneupel eroberte auf dem rechten Flügel einen Fehlpass, schob den Ball ins Zentrum zu Denny Milde, dessen Abschluss aus 20 Metern an der Torlatte abprallte und Michel Lotts Nachschuss ging knapp am linken Pfosten vorbei. In der 49. Minute dann ein ähnliches Bild, jedoch wurde Philipp Gneupel gefoult und den fälligen Freistoß versenkte David Himmer aus 30 Metern sehenswert im linken Dreiangel. In der 55. Minute dann die erneute Chance zur Führung für die Tempelwälder, als Denny Milde einen Einwurf ins Zentrum zu Philipp Gneupel weiter spielte, dessen Abschluss jedoch um Haaresbreite am linken Pfosten vorbei schrammte. In der 73. Minute legte Lobenstein wieder zur Führung nach. Als im rechten Mittelfeld nicht energisch genug seitens der Greizer gestört wird, erreicht Sebastian Mai eine Flanke im linken Teil des Greizer Strafraumes, die er vorbei an zwei Greizer Verteidigern aus spitzem Winkel ins lange Eck schob. Sichtlich geschwächt durch eine Gelb-Rote Karte versuchten die Greizer sich nun wieder an ihrem Spiel zu orientieren, erhielten in der 75. Minute jedoch sofort den nächsten Gegentreffer, nachdem sich David Linke und Sebastian Mai sehr sehenswert durch den Greizer Strafraum spielten und Linke zum 1:3 einschob. In der 80. Minute besiegelte David Linke dann den Endstand der Partie, als er erneut zum Dribbling durch den Greizer Strafraum ansetzte und mit dem Rücken zum Tor aus der Drehung den Ball im linken unteren Eck versenkte.
Der Greizer Anhang sah eine furiose erste viertel Stunde der Tempelwälder, die jedoch zusehends ihr Konzept verloren und zusätzlich durch Verletzungen geschwächt wurden. Attestieren muss man außerdem, dass für die restlichen 6 Spiele unbedingt am Torabschluss und der Chancenverwertung gearbeitet werden muss, um dem Abstiegsgespennst doch noch zu entkommen.